1000 Chancen

Step by Step

Baustein: Step by Step

WJ-Kreise: WJ Fürth

Kooperationspartner: Kindearche Fürth

Chance: Optimaler Ausbildungsstart!

Junge Geflüchtete über die Ausbildungs- und Studienmöglichkeiten in Deutschland zu informieren und sie dabei zu unterstützen, Praktika zu finden, die für ihren späteren Bildungsweg nützlich sein können, ist das Ziel des Projekts „Step by Step“ der Wirtschaftsjunioren Fürth. Das Besondere daran: Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer bekommen jeweils einen Wirtschaftsjunioren als ihren persönlichen Mentor oder ihre persönliche Mentorin zur Seite gestellt, der oder die ein Schuljahr lang für sie da ist. Damit Wirtschaftsjunioren und Geflüchtete gut zusammenpassen, lernen sie sich in lockerer Atmosphäre und im Beisein eines Erlebnispädagogen oder einer Erlebnispädagogin kennen. Dies hilft dabei, passende Tandems zu bilden. Mentor oder Mentorin und Mentee treffen sich anschließend ein- bis zweimal pro Monat. In den Gesprächen versuchen sie gemeinsam herauszufinden, was den Mentee interessiert und welche Berufswünsche er hat. Die Wirtschaftsjunioren helfen bei der Suche nach passenden Praktika oder geben praktische Bewerbungstipps.

Der Kontakt zu den jungen Menschen kommt über die Kindearche Fürth zustande, die unbegleitete minderjährige Geflüchtete in Wohngruppen betreut oder ihnen im Rahmen der stationären Jugendhilfe zur Seite steht. Die Berufshilfe der Einrichtung plante „Step by Step“ und realisierte das Projekt schließlich gemeinsam mit den Wirtschaftsjunioren. Sie übernimmt in diesem Rahmen auch die handwerkliche Praxiserfahrung. Zusammen mit einem Schlossermeister und einem Schreiner treffen sich die Teilnehmenden einmal wöchentlich in der Werkstatt der Berufshilfe. Dort fertigt jeder von ihnen seine persönliche Holzkiste an. Den jungen Menschen sollen dadurch handwerkliche Berufsfelder nähergebracht werden und gleichzeitig schafft die Einrichtung ein gemeinsames Freizeitangebot.

Bisher gab es drei Runden von „Step by Step“ mit insgesamt 24 Mentees sowie 24 Mentorinnen und Mentoren. Die Wirtschaftsjunioren konnten über ihr Netzwerk bereits erfolgreich Praktika für die jungen Menschen vermitteln. Einige haben sogar einen Ausbildungsplatz erhalten. 

Eines der 24 Tandems, waren Robel H. aus Eritrea und Nele Grill-Di Pace, Wirtschaftsjuniorin und Mitinitiatorin von „Step by Step“. Projektteilnehmerinnen und -teilnehmer wie Robel H. bekommen durch „Step by Step“ eine verlässliche Bezugsperson, die gleichzeitig einen direkten Draht zur Wirtschaft hat. Häufig bleibt der Kontakt auch über das Schuljahr hinaus bestehen.

„Wenn Robel und ich uns treffen, geht es viel um seine Ausbildungsvorstellungen und seine aktuelle Situation. Ihm und den anderen Jugendlichen hilft es, dass jemand ausschließlich für sie, ihre Probleme und Wünsche da ist, ihnen zuhört und sie aktiv dabei unterstützt, ihre Ziele zu erreichen. Aber auch ich profitiere von den Treffen. Ich lerne nicht nur einen netten jungen Menschen kennen, sondern erfahre viel über eine mir fremde Kultur.“

Nele Grill- Di Pace